Direktiven der Sternenflotte

 

1. Direktive
(Haupt-
direktive)
Nichteinmischung in die Entwicklung fremder Zivilisationen
Beim Kontakt mit einem Planeten, der in seiner Zivilisation Fortschritte macht, ist es einem Offizier der Raumflotte untersagt, sich in die gesellschaftliche Entwicklung des Planeten einzumischen oder Hinweise über Weltraum, andere Planeten oder fortgeschrittene Zivilisation zu geben. Die Einhaltung dieser Richtlinie steht über dem Schutz von Raumschiffen und Angehörigen der Sternenflotte. Verluste werden toleriert.

2. Direktive
Schutz fremder intelligenter Lebewesen
Unter keinen Umständen, auch nicht, um sich oder das Leben seiner Besatzung zu schützen, darf ein Offizier der Raumflotte einer intelligenten Lebensform vorsätzlich Schaden oder Verletzungen zufügen, ausser wenn eine solche Handlung im Interesse der Hauptdirektive benötigt wird.

3. Direktive
Schutz fremder intelligenter Lebewesen
Es ist die Pflicht eines Offiziers, sich mit allen Hilfsmitteln seines Kommandos zu bemühen, um die Leben intelligenter Lebensformen zu beschützen, auch wenn er dabei sich selbst oder sein Schiff in Gefahr bringt. Tätigkeit oder Untätigkeit, die indirekt einer intelligenten Lebensform Schaden zufügt, ist eine gleichwertige Verletzung wie der Verstoss gegen die Direktive 2.

4. Direktive
Befolgung der Befehle Vorgesetzter
Ein Offizier soll die ihm gesetzlich gegebenen Befehle seiner Vorgesetzten nach seinen besten Kräften befolgen und ausführen, ausser wenn sich diese gegen die Direktiven 1, 2 und 3 wenden.

5. Direktive
Schutz der Förderation
Ein Offizier soll seine gesamte Kraft einsetzen, um die Sicherheit der Vereinten Förderation der Planeten, dessen Mitgliedsplaneten, deren Vertreter und die Raumflotte zu beschützen, ausser wenn diese Handlungen gegen die Direktiven 1 und 4 verstossen.

6. Direktive
Selbstzerstörung bei Verseuchung
Wenn das gesamte Bordpersonal eines Schiffes umgekommen ist, oder am Ende von 24 Std. durch eine Krankheit handlungsunfähig geworden ist, sollte das Schiff zerstört werden, um andere Lebensformen oder Schiffe vor der Verseuchung zu bewahren.

7. Direktive
Quarantäne von Talos IV (bereits aufgehoben)
Unter welchen Bedingungen auch immer, sei es ein Notfall oder etwas anderes, ist es einem Schiff der Förderation verboten, Talos IV zu besuchen. Nichtbefolgen dieses Befehls zieht die Todesstrafe nach sich.

8. Direktive
Verbot des Eintritts in Romulanisches Gebiet
Keinem Förderationsschiff ist es erlaubt, in das Romulanische Sternenimperium einzutreten, ausser wenn dieser Verstoss durch die Direktiven 1 und 5 gerechtfertigt ist.

9. Direktive
Verbot des Abflugs von unter Quarantäne gestellten Planeten und Sonnensystemen
Kein Förderationsschiff darf einen Planeten oder ein Sonnensystem besuchen, das von der Vereinten Förderation der Planeten unter Quarantäne oder kulturelles Verbot gestellt wurde, ausser wenn dieser Kontakt durch die Direktiven 1 bis 5 nötig wird.

10. Direktive
Verantwortung und Strafverfolgung
Ein Offizer der Raumflotte ist unter den Gesetzen und Verordnungen der Vereinten Förderation der Planeten, seiner Mitgliedsplaneten und seiner Vertreter, die Raumflotte eingeschlossen, verantwortlich. Er ist der Bestrafung bzw. Strafverfolgung durch Aussenautoritäten für jede Verletzung der besagten Gesetze und Verordnungen unterworfen.

11. Direktive
Vertragsordnung und Hilfestellung für die Vertragspartner
Ein Offizier der Raumflotte soll bei Verträgen und Vereinbarungen der Vereinten Förderation der Planeten und seiner Mitgliedsplaneten jede Hilfe oder Beistand zur Verfügung stellen, die von den Unterzeichneten der besagten Verträge und Vereinbarungen benötigt. Es ist die Pflicht eines Offiziers, Hilfe und Unterstützung zu geben, die von einer planetarischen Zivilisation in Krisenzeiten benötigt wird, ausser wenn ein solcher Planet in den Bedingungen der Hauptdirektive steht oder die Hilfe gegen die Direktiven 1 bis 5 verstösst.

12. Direktive
Reaktion auf annähernde Schiffe ohne Kommunikation
Bei Annäherung eines Raumschiffes, mit dem keine Kommunikationsverbindung besteht oder möglich ist, sind entsprechende Vorsichtsmassnahmen zu treffen.

13. Direktive
Verbot der Informationsweitergabe an feindliche Lebewesen
Solange er die Uniform der Raumflotte trägt, ist es einem Offizier verboten, Feinde der Vereinten Förderation der Planeten mit Informationen oder ähnlichen zu unterstützen, ebenso wie Gruppen, die eine Gefahr für die Sicherheit der Förderation, seine Mitgliedsplaneten oder seine Vertreter darstellen.

14. Direktive
Gebührliches Benehmen
Ein Offizier soll nicht in ein ungehöriges oder ungebührliches Benehmen zurückfallen oder anderen Lebensformen ein offensives oder belästigendes Verhalten zeigen.

15. Direktive
Pflichtentbindung
Ein Offizier kann jeder Zeit von seiner Pflicht entbunden werden, wenn er vom Schiffsarzt oder von mindestens 2 Offizieren des Kommandostabs, die eine zuständige Prüfung durchgeführt haben, medizinisch oder psychologisch für untauglich befunden wird.

16. Direktive
Verurteilung an Bord
Ein Offizier kann von mindestens drei Offizieren vom Kommandorang durch ein Kriegsgericht an Bord verurteilt werden für Verbrechen, die er in Verletzungen von allgemeinen Direktiven der Raumflotte oder von Gesetzen der Förderation begangen hat.

17. Direktive
Kommandoübernahme bei Abwesenheit des kommandierenden Offiziers
In der Abwesenheit des kommandierenden Offiziers oder wenn dieser getötet wird, als untauglich oder unfähig betrachtet wird, soll der ranghöchste Offizier, auch wenn er nicht zum stehenden Bordpersonal gehört, das Kommando übernehmen.

18. Direktive
Verbot der Meuterei
Es ist einem Offizier verboten, eine Meuterei gegen seinen Vorgesetzten anzuzetteln oder an ihr beteiligt zu sein. Meuterei zieht die gleiche Bestrafung nach sich wie der Verstoss gegen Direktive 4.

19. Direktive
Verbot von Rauschmitteln während des Dienstes
Es ist einem Offizier verboten, irgendeine rauschbewirkende Substanz während des Dienstes, Alarmzustandes oder in übermässigen Mengen zu benutzen. Dazu zählen: Halluzinogene, Beruhigungs- und Aufputschmittel, Ethylalkohol, Nikotin und Haschprodukte. Akzeptable Mengen dieser Stoffe dürfen ausser Dienst, oder wenn sie von einem Arzt verschrieben sind, benutzt werden.

20. Direktive
Hilfe sowie Massnahmen gegenüber Förderations- und anderen Schiffen
Förderationsschiffe sollen jede Hilfe und Unterstützung geben, die von registrierten privaten oder kommerziellen Schiffen der Vereinten Förderation der Planeten gebraucht wird, und sie sind befugt, disziplinarische oder offensive Handlungen gegen gesetzesbrechende Schiffe, die im Gebiet der Vereinten Förderation der Planeten operieren, zu unternehmen.

21. Direktive
Verbot des Transportes illegaler Mittel/Waffen - Beschlagnahme von Schmuggelware
Einem Förderationsschiff ist es verboten, irgendeine Substanz oder Fracht, die von der Förderation als illegal betrachtet wird, oder eine Menge, die illegal ist, oder eine nicht von der Handelsbehörde der Förderation registrierte Waffe zu transportieren. Förderationsschiffe sind bevollmächtigt, ein Schiff zu durchsuchen, welches verdächtigt wird, Schmuggelware zu transportieren, die dann beschlagnahmt werden kann.

22. Direktive
Hilfe für in der Entwicklung stagnierender oder von Fremden beherrschten Planeten
Beim Kontakt mit einem Planeten, der in seiner Entwicklung oder Entfaltung keine Fortschritte macht, der beherrscht oder auf eine andere Art von Nichteingeborenen kontrolliert wird, darf ein Offizier Veränderungen in der sozialen Struktur vornehmen, mit dem Ziel, den besagten Planeten auf den Kurs in eine technologische Zivilisation zu setzen. Jeder Missbrauch dieser Direktive ist gleichwertig mit einer Verletzung der Hauptdirektive.

23. Direktive
Vernichtung intelligenten Lebens (siehe auch Direktive 2)
Die Vernichtung einer oder mehrerer intelligenter Lebensformen ist nur erlaubt, um einen Verstoss gegen die Hauptdirektive zu verhindern, und auch nur, falls keine andere Möglichkeit zur Verhinderung dieses Verstosses zur Verfügung steht. Jeder Missbrauch dieser Order ist gleichwertig mit einem Verstoss gegen die Direktive 2.

24. Direktive
Vernichtung des gesamten intelligenten Lebens auf einem Planeten
Die Vernichtung des gesamten intelligenten Lebens auf der Oberfläche eines Planeten ist nur dann genehmigt, wenn die Einwohner des besagten Planeten einen schwerwiegenden Verstoss gegen die Hauptdirektive begangen haben. Solch eine Aktion darf nur von einem kommandierendem Offizier vom Rang eines Captains oder höher befohlen werden. Der Offizier trägt die alleinige Verantwortung für diesen Befehl. Jeder Missbrauch ist gleichwertig mit einer Verletzung der Hauptdirektive.

Die Omega Direktive
(Nur für Starfleet Captains oder obere Förderations Offiziere)
Das Omega - Partikel Phänomen
Starfleet Captains und obere Förderationsoffiziere müssen die Sicherheit des Quadranten vor der Omega-Gefahr gewährleisten. Wann immer die Sensoren Omega-Partikel aufspüren muss das Schiff in den "Omega-Modus" gehen. Im Omega-Modus werden die Navigation, die Sensoren sowie der Antrieb abgeschaltet. Nur der Captain des Schiffes oder ein oberer Förderationsoffizier können den Omega-Modus auslösen. Der Zugang zu den Sensordaten ist auf Genehmigung-Level 10 beschränkt. Wenn Omega sicher identifiziet wurde, muss der Captain des Schiffes die Starfleet Command kontaktieren. Informationen dürfen nicht an die Crew weitergegeben werden. Alle sonstigen Missionen des Schiffes werden ausgesetzt bis die Gefahr neutralisiert wurde. Wenn nötig, darf die Hauptdirektive ausser Kraft gesetzt werden. Wenn die Starfleet Command, aus welchen Gründen auch immer, nicht kontaktiert werden kann, gilt die Priorität der Vernichtung aller aufgespürten Omega-Partikel. Es darf weiterhin keinerlei Aufzeichnungen der Sensoren geben - und des Captains persönliche Logbücher müssen gelöscht oder verschlüsselt werden!

 

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